Herbst und Aussicht

Viele Auftritte diesen Herbst: u.a. in Berlin, Leipzig, Prenzlau, Dresden, Gera und im Altenburger Land. Ich war Gast bei der Lachmesse in Leipzig – volle Hütte, wunderbar! Ausserdem habe ich mein Soloprogramm beim Festival der Bundesvereinigung Kabarett gezeigt, was für mich ein besonderer Termin war, verbinden mich mit der Bundesvereinigung doch viele schöne und kollegiale Begegnungen in den letzten Jahren, vor allem bei meinen jährlichen Werkstätten. Beim Festival habe ich zum ersten Mal Hans Well und seine Kinder (Die Wellbappn) erlebt. Was für ein Witz und eine Musikalität! Und auch mit meinem Kollegen Erik Lehmann habe ich wieder gespielt, in Stockach und in Freital. Man kommt eben rum in der Welt!

Anfang November war ich Gast bei einem Kultur-Flüchtlings-Projekt „Flüchtlingsreport“ in Gera, welches die Autorin Jana Huster organisiert hat: Geraer Flüchtlinge zeigen Geraer Ureinwohnern ihre Orte der Stadt. Zusammen mit Olaf Kirmes, welcher ein Buch über seine Erfahrungen mit einer syrischen Familie und dem Behörden-Wahnsinn geschrieben hat, las ich bei der Abschlussveranstaltung aus meinen Texten.

VORSCHAU 2019

Neue Arbeiten sind geplant: Für die Dresdner Herkuleskeule schreibe ich zusammen mit Michael Frowin ein neues Stück: „HÜTTENKÄSE“, welches nächstes Jahr im Juni Premiere haben wird. Und im April geht für mich ein Wunsch in Erfüllung: Ich gehe erstmals mit Gisela Oechelhaeuser gemeinsam auf die Bühne, Premiere wird in der Leipziger Funzel sein: „DER KLÜGERE GIBT AUF“.

Und noch eine schöne Nachricht: Ab 2019 spiele ich mein Soloprogramm regelmäßig in der Dresdner Herkuleskeule, unter einem anderen Titel: MANCHMAL IST KOMISCH. Ich bin froh, mein Programm nun nach längerer Pause wieder in meiner Heimatstadt aufführen zu können. Ein Jahr durfte ich damit bereits im Kabarett Breschke&Schuch gastieren, wofür ich mich herzlich bei Thomas Schuch und Manfred Breschke bedanken möchte!

 

Gastauftritt Fasnacht in Basel

„Komme gerade zurück aus Basel. Ich war Gastkünstler bei der „Gugge 46“, einer ziemlich aussergewöhnlichen Fasnacht-Veranstaltung in der offenbar sowieso schon aussergewöhnlichen Fasnachtkultur in Basel. Ich, als Karneval-Fasching-Hasser, war vollkommen überwältigt von dem, was ich in Basel erlebt habe. Zunächst die Veranstaltung, die mit dem saublöden Alaaf-Hellau-Geblöke überhaupt nichts zu tun hat, sondern auf künstlerisch höchst anspruchsvolle Weise das politische Geschehen kommentiert hat, die Kunstform der „Schnitzelbängge“ war mir neu: Derb, aber nie unter der Gürtellinie, wurde gespottet und verlacht. Die Schnizelbänggler, es gibt wohl um die 100, tragen dabei Masken und bleiben anonym, keiner weiss, wer sie sind. Danach Enrico Lenzin, ein Loop-Künstler mit Alphorn, Schlagzeug und Gummischwein (sensationell!), jetzt wieder Schnitzelbangg, danach stehen alle Zuschauer auf, drehen sich zur 

Empore und eine russische Sängerin singt die Königin der Nacht (zur Orgel!), dann singen alle gemeinsam, zwischendurch wird nachgeschenkt. Und das Alles in einer Kirche (Elisabethen), die für alle Konfessionen offen ist, auch für das Segnen von Hunden und Katzen. Im Anschluss an die Veranstaltung bin ich mit meiner Gastgeberin Anne in die Basler Altstadt. So etwas Wunderbares hab ich noch nicht erlebt und es fällt mir auch heute noch schwer, das angemessen zu beschreiben. Von überall kamen Musikgruppen mit Piccolo-Flöten und Trommeln, ich hatte das Gefühl, die gesamte Stadt musiziert, Kinder und Alte. Und auch das wieder mit einer ungezwungenen Ausgelassenheit, die nie unangenehm war, Fressbuden hab ich nicht gesehen, natürlich wurde getrunken, aber nie soviel, dass nicht noch anderthalb Kinder auf den Schultern getragen werden konnten. Naja, ein wenig romantisiert ist mein Blick, das kann schon sein. Aber ich stand in diesem Treiben und dachte, es könnte doch alles so schön sein.“

 

Feine, kleine Rezension auf „WortReich“

Darüber freut man sich doch!

Während ich sonst Zuschauer-Emails bekomme, in denen ich darauf hingewiesen werde, dass ich nicht links oder rechts genug sei, hab ich nun eine persönliche Rezension von Solvig Frey bekommen. Hier geht es zu ihrem Blog WortReich und ihrer Beschreibung des Abends.

 

Ich treibe es auf die Spitze

Interview mit Biber für die Magdeburger Zwickmühle

Die „Magdeburger Zwickmühle“ holt erstmalig den Dresdner Kabarettisten Philipp Schaller auf ihre
Bühne. Er ist mit seinem Solo-Programm „Mit vollen Hosen sitzt man weicher“ zu erleben.

Biber: Denkt man das Bild
Ihres Programmtitels weiter,
ergibt sich vielleicht noch diese
Frage: Warum steht der, der die
Hosen so voll hat, denn nicht
mal auf?
Philipp Schaller: Ich habe
neulich gelesen: Ein Fernseher
darf nicht gepfändet werden.
Also ist Nicht-aufstehen ein
Menschenrecht! Auf das berufe
ich mich! MEHR…


 

Pressekritiken Solo

Wie wir wissen, ist das, was in der Zeitung steht, immer wahr.

Deshalb gelten folgende Aussagen über mein Soloprogramm ab sofort als gesichert:

„Mit Charme, Witz und Chuzpe bringt Schaller sein Programm über die Rampe. (…) Die Pointen sitzen, sind hochpolitisch und weisen über den Tag hinaus. (…) Schaller stellt sich janusköpfig: Links haut er eine These raus, rechts widerlegt er sie. Er versteht sich als Aufklärer, ohne belehrend zu sein.“ (Sächsische Zeitung, 10.10.17)

„Er nimmt die Dinge bitterböse, fast zynisch aufs Korn. (…) verpackt in abgründige Texte, mal bitter, mal urkomisch, die den Abend sehr kurzweilig werden lassen.“ (Dresdner Morgenpost, 09.10.17)

„Eingestandene Ratlosigkeit, dem Empfinden nach schwindende Chancen, sich einzubringen, sind das eigentliche Thema, an dem sich Schaller abarbeitet. (…) Er stellt sich selbst in Frage, lässt den Zuhörer oftmals im Unklaren, was seine eigene Position sein könnte, und nötigt damit sein Gegenüber, sich ein eigenes Bild zu machen.“ (DNN, 09.10.17)

DRESDEN-PREMIERE SOLO

Mann, war das schön! Ich hab mein Solo zum ersten Mal in meiner Heimatstadt gespielt – volle Bude, ein aufgewecktes und reaktionsfreudiges Publikum, und hinterher schöne Gespräche! Hier ein paar Fotos von Elisa Schuch-Wiens:

Schallers erstes Solo! DRESDEN-PREMIERE am 7. OKTOBER!

Anfang April habe ich mein Solo zum ersten Mal gespielt, in der ausverkauften Leipziger Pfeffermühle.

Nun freue ich mich auf die DRESDEN-PREMIERE am 7.Oktober im Kabarett Breschke&Schuch.

KARTEN unter (0351) 490 40 09 oder unter ticket@kabarett-breschke-schuch.de

„2017 – Wir haben Angst. Vor den Atomkoffern sitzen Soziopathen, in den Schlauchbooten sitzen Flüchtlinge, die AfD sitzt in den Köpfen, die EU sitzt in der Klemme, das Misstrauen gegen die Presse sitzt tief und Terroristen sitzen in LKWs. Wir sitzen zu Hause und die Regierung empfiehlt uns, Vorräte anzulegen. Mit vollen Hosen sitzt man weicher.“

LehmannSchaller-058Es ist immer gut, gute Presse zu haben. Und besonders gut ist es, wenn diese Presse dann auch noch besonders gut ist. Wie im Fall der Lausitzer Rundschau, die Anfang Oktober eine fulminante Kritik über unser Programm “Alphamännchen – Wir geben unser Bestes” herausgab und sich zu Lobeshymnen alà “So soll politisches Kabarett sein: Das Hirn rattert und die grauen Zellen fühlen sich bemüßigt, Synapsen zu bilden.” veranlasst sah. Und weiter: “Ein Abend, der es in sich hat: Bissig, politisch, makaber, fordernd, witzig – ein inspirierendes intellektuelles Feuerwerk”. Abschließend heißt es: “Das ist Kabarett, wenn Absurdes ad absurdum geführt wird. Und das gelang überzeugend.” Der ganze Artikel steht HIER.

Erstes Gastspiel mit Alphamännchen!

Karte AlphamännchenHurra, Schaller&Lehmann kommen nach Cottbus! Am 1. Oktober im Staatstheater Cottbus! IM STAATSTHEATER! Und wir sind geradezu euphorisch, dass die allererste Mugge unserer Welttournee fast ausverkauft ist. Nur noch fünf Karten – und die gehen auch noch weg!