Premiere SIE MICH AUCH!

Foto: Robert Jentzsch

Coronabedingt verschoben, ist sie endlich raus: Die Premiere von SIE MICH AUCH! Hier ein paar Pressezitate:

Sächsische Zeitung, 03.09.20:

Ein hochpolitischer Best-Of-Mix mit galligen und generösen neuen Texten.

Bei Schaller heißt es aufpassen, ohne Vorwarnung wechselt er zwischen Ironie und Ernst hin und her.

Schallers schwarzer Humor kann einen in seiner Bitterkeit umhauen.

Dieser Nachfahre Tucholskys will verstören, aufmuntern, zum Denken animieren, graue Zellen vom braunen Müll trennen.

DNN, 03.09.20:

Mag sein, dass sich anders als mit Fatalismus die Welt nicht ertragen lässt, wie Schaller gegen Ende sinniert, aber letztlich wird klar, dass er dem Fatalismus keine Chance zu geben gedenkt.

Dresdner Wochenzeitung, 05.09.20:

Unbedingt hingehen!

So leicht kann schwere politische Kost manchmal serviert werden 

Eine freundliche bitterböse Abrechnung

Es ist jedenfalls ein Genuss, wenn Schaller seine spitzzüngigen, schwarzhumorigen Pointen gekonnt wie ein Dresdner Stollen-Bäcker die Rosinen mit leichter Hand und eben doch punktgenau in den Teig streut.

„DAS KRISENBÜRO“ im MDR

Im April hatte ich das Glück, gemeinsam mit Erik Lehmann und Michael Feindler eine Fernsehsendung zu machen: Das Krisenbüro! Aber seht selbst:

Danke für 2019

Ich blicke auf ein arbeitsreiches und erfüllendes Jahr zurück. Gastspielreisen führten mich u.a. nach Hamburg, Berlin, Rostock, ins friedliche Userin und in viele andere, zauberhafte Orte. Ich danke allen Gastgebern, Veranstaltern und nicht zuletzt den Zuschauern für aufregende, lebendige Abende! Ihr gebt mir das Gefühl, dass in diesem Land nicht nur rechte und zum Mitgefühl unfähige Idioten leben, sondern auch viele Menschen, die in Frieden und Respekt miteinander leben wollen.

Im Juni hatte in der Dresdner Herkuleskeule ein gemeinsam mit Michael Frowin geschriebenes Stück „Hüttenkäse“ Premiere, ein Dank an alle Schauspieler, Musiker und andere beteiligten Künstler und Techniker für die unkomplizierte und herzliche Zusammenarbeit!

Ein besonderer Höhepunkt war die Sonder-Veranstaltung „Blau machen ist keine Alternative“, bei der verschiedene Kabarettensembles aus ganz Deutschland einen gemeinsamen Abend zur Sachsenwahl und der AfD gemacht haben. Diese Solidarität ist selten und kostbar!

In wenigen Tagen übernehme ich die künstlerische Leitung der HERKULESKEULE – für mich wird es ein neuer Lebensabschnitt werden. Ich freue mich auf die Aufgabe in unpathetischer Demut und gelegentlichen kalten Füssen. Die erste Inszenierung unter meiner Leitung wird im Juni Premiere haben: MIT SPATZEN AUF KANONEN – ein Stück, im Wesentlichen von mir geschrieben und mit Liedern von Axel Pätz, Michael Frowin, Schwarze Grütze und anderen Autoren musikalisch und inhaltlich aufgemotzt. Regie wird Peter Kube führen, es spielen Birgit Schaller, Hannes Sell und Detlef Nier – die musikalische Leitung hat Jens Wagner, der zusammen mit Volker Fiebig den Saal rocken wird. Die Proben beginnen im März – das Textbuch hat erst 40 Seiten – ich muss mich also ranhalten!

Ich wünsche allen Zuschauern ein friedliches Jahr 2020!

Wir sehen uns!

LIVESTREAM am 18.8. 18 Uhr

Blau machen ist keine Alternative
Deutsche Kabarettensembles machen drei Kreuze

Ich bin einer von 4 Initiatoren einer in vielerlei Hinsicht einmaligen Sonderveranstaltung zur sächsischen Landtagswahl 2019, die auch live auf youtube übertragen wird. Nach der Europawahl und den Wahlergebnissen für Sachsen trafen sich mehrere Kabarettisten, Autoren und Schauspieler in der Telefonleitung: Bald sind in Sachsen Landtagswahlen – wir müssen jetzt Stellung beziehen! Nicht nur zur realen Gefahr, dass die AfD die nächste sächsische Regierung anführt, sondern vielmehr zu den Fragen: Wie wollen wir leben? Wollen wir uns die im Grundgesetz versprochene Demokratie, die Chancengleichheit, die Menschenwürde wirklich weiter von den herrschenden Regierungen und Konzernen zerstören lassen? Wollen wir weiter dabei zusehen, wie die Reste der Volksparteien durch ihre wirtschaftshörige und bürgerfeindliche Politik den Weg bereiten für Hetzer und Hasser? 
Bei diesem einmaligen Sonderprogramm treffen sich die bekanntesten Kabarettensembles des Landes auf der Bühne: die Leipziger Academixer, die Dresdner Herkuleskeule, das Düsseldorfer Kommödchen, die mdr-Kanzleramtspforte, das Chemnitzer Kabarett, Schwarze Grütze u.a. Dazu gibt es Livemusik und jede Menge Stoff zum Streiten.

Am 18. August, 18 Uhr in der Herkuleskeule Dresden.

Interview dazu mit mir: DLF / Corso am 16. August

Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=7nll55xsojU

Eintrag bei Wikipedia

Berühmt ist man, wenn ein anderer einen Wikipedia-Artikel über einen verfasst. Diese Ehre machte mir die Berliner Autorin Elke Koepping, die – wie ich finde – einen tollen Text zu mir geschrieben, und sich außerdem die Mühe gemacht hat, Zitate, Belege und Quellen zusammenzutragen, damit die strenge Wikipedia-Gemeinde die Wichtigkeit meiner Person, und damit den lexikalischen Eintrag als notwendig erkennt.

Künstlerische Leitung Herkuleskeule Dresden

Nun ist es öffentlich: Ab Januar 2020 übernehme ich die künstlerische Leitung der Herkuleskeule Dresden – ein Jahr vor dem 60-jährigen Geburtstag des Hauses. Ich bin glücklich, mit diesem Schritt die Zukunft des Hauses mit zu gestalten, in welchem vor vielen Jahren meine ersten Texte auf der Bühne vor echtem Publikum aufgeführt worden sind (was für mich damals wie heute aufregend ist, wenn Schreibtischideen plötzlich lebendig werden). Dresden ist meine Heimatstadt – und so wie Dresden politisches Kabarett nötig hat, hat das politische Kabarett auch Dresden nötig: Denn in Dresden bekommen Kabarettisten, Autoren wie Schauspieler, mit, wie dünn das Eis ist. Ignorieren geht nicht, wenn manche Zuschauer direkt vom Montagsspaziergang in den Saal kommen. Den Zeigefinger können wir stecken lassen. Besser besser streiten! Und ich finde es großartig, in einem Ensemble arbeiten zu können, das diesen Streit ausdrücklich will. Das ist – auch im Kabarett – nicht selbstverständlich.

Allerdings werde ich auch nach 2020 weiterhin als Solokabarettist arbeiten – in Dresden und auf jeder Kleinkunstbühne, die mich rauf lässt! Meine Auftritte sind mir wichtig geworden – nicht nur für meine Eitelkeit, sondern auch, um mich selbst in den Streit einmischen zu können.

Also, wir sehen uns! In der Keule und in Hinterposemuckel!

Herbst und Aussicht

Viele Auftritte diesen Herbst: u.a. in Berlin, Leipzig, Prenzlau, Dresden, Gera und im Altenburger Land. Ich war Gast bei der Lachmesse in Leipzig – volle Hütte, wunderbar! Ausserdem habe ich mein Soloprogramm beim Festival der Bundesvereinigung Kabarett gezeigt, was für mich ein besonderer Termin war, verbinden mich mit der Bundesvereinigung doch viele schöne und kollegiale Begegnungen in den letzten Jahren, vor allem bei meinen jährlichen Werkstätten. Beim Festival habe ich zum ersten Mal Hans Well und seine Kinder (Die Wellbappn) erlebt. Was für ein Witz und eine Musikalität! Und auch mit meinem Kollegen Erik Lehmann habe ich wieder gespielt, in Stockach und in Freital. Man kommt eben rum in der Welt!

Anfang November war ich Gast bei einem Kultur-Flüchtlings-Projekt „Flüchtlingsreport“ in Gera, welches die Autorin Jana Huster organisiert hat: Geraer Flüchtlinge zeigen Geraer Ureinwohnern ihre Orte der Stadt. Zusammen mit Olaf Kirmes, welcher ein Buch über seine Erfahrungen mit einer syrischen Familie und dem Behörden-Wahnsinn geschrieben hat, las ich bei der Abschlussveranstaltung aus meinen Texten.

VORSCHAU 2019

Neue Arbeiten sind geplant: Für die Dresdner Herkuleskeule schreibe ich zusammen mit Michael Frowin ein neues Stück: „HÜTTENKÄSE“, welches nächstes Jahr im Juni Premiere haben wird. Und im April geht für mich ein Wunsch in Erfüllung: Ich gehe erstmals mit Gisela Oechelhaeuser gemeinsam auf die Bühne, Premiere wird in der Leipziger Funzel sein: „DER KLÜGERE GIBT AUF“.

Und noch eine schöne Nachricht: Ab 2019 spiele ich mein Soloprogramm regelmäßig in der Dresdner Herkuleskeule, unter einem anderen Titel: MANCHMAL IST KOMISCH. Ich bin froh, mein Programm nun nach längerer Pause wieder in meiner Heimatstadt aufführen zu können. Ein Jahr durfte ich damit bereits im Kabarett Breschke&Schuch gastieren, wofür ich mich herzlich bei Thomas Schuch und Manfred Breschke bedanken möchte!