Philipp Schaller

… ist politischer Kabarettist und Autor. Die Presse streitet noch, ob seine Satire „intelligent, betörend“, „brillant“ oder „an der Grenze zur Geschmacklosigkeit“ ist. Die Zuschauer streiten sich, ob „man darüber lachen darf“ und warum sie trotzdem alle so gelacht haben. Manche ärgern sich auch, dass sie gelacht haben. Wenigstens streiten und ärgern sie sich. Solange sie hinterher lachen, ist Schallers Ziel erreicht: Die Störung der Totenruhe.

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Neuigkeiten

Künstlerische Leitung Herkuleskeule Dresden

Nun ist es öffentlich: Ab Januar 2020 übernehme ich die künstlerische Leitung der Herkuleskeule Dresden – ein Jahr vor dem 60-jährigen Geburtstag des Hauses. Ich bin glücklich, mit diesem Schritt die Zukunft des Hauses mit zu gestalten, in welchem vor vielen Jahren meine ersten Texte auf der Bühne vor echtem Publikum aufgeführt worden sind (was für mich damals wie heute aufregend ist, wenn Schreibtischideen plötzlich lebendig werden). Dresden ist meine Heimatstadt – und so wie Dresden politisches Kabarett nötig hat, hat das politische Kabarett auch Dresden nötig: Denn in Dresden bekommen Kabarettisten, Autoren wie Schauspieler, mit, wie dünn das Eis ist. Ignorieren geht nicht, wenn manche Zuschauer direkt vom Montagsspaziergang in den Saal kommen. Den Zeigefinger können wir stecken lassen. Besser besser streiten! Und ich finde es großartig, in einem Ensemble arbeiten zu können, das diesen Streit ausdrücklich will. Das ist – auch im Kabarett – nicht selbstverständlich.

Allerdings werde ich auch nach 2020 weiterhin als Solokabarettist arbeiten – in Dresden und auf jeder Kleinkunstbühne, die mich rauf lässt! Meine Auftritte sind mir wichtig geworden – nicht nur für meine Eitelkeit, sondern auch, um mich selbst in den Streit einmischen zu können.

Also, wir sehen uns! In der Keule und in Hinterposemuckel!

Herbst und Aussicht

Viele Auftritte diesen Herbst: u.a. in Berlin, Leipzig, Prenzlau, Dresden, Gera und im Altenburger Land. Ich war Gast bei der Lachmesse in Leipzig – volle Hütte, wunderbar! Ausserdem habe ich mein Soloprogramm beim Festival der Bundesvereinigung Kabarett gezeigt, was für mich ein besonderer Termin war, verbinden mich mit der Bundesvereinigung doch viele schöne und kollegiale Begegnungen in den letzten Jahren, vor allem bei meinen jährlichen Werkstätten. Beim Festival habe ich zum ersten Mal Hans Well und seine Kinder (Die Wellbappn) erlebt. Was für ein Witz und eine Musikalität! Und auch mit meinem Kollegen Erik Lehmann habe ich wieder gespielt, in Stockach und in Freital. Man kommt eben rum in der Welt!

Anfang November war ich Gast bei einem Kultur-Flüchtlings-Projekt „Flüchtlingsreport“ in Gera, welches die Autorin Jana Huster organisiert hat: Geraer Flüchtlinge zeigen Geraer Ureinwohnern ihre Orte der Stadt. Zusammen mit Olaf Kirmes, welcher ein Buch über seine Erfahrungen mit einer syrischen Familie und dem Behörden-Wahnsinn geschrieben hat, las ich bei der Abschlussveranstaltung aus meinen Texten.

VORSCHAU 2019

Neue Arbeiten sind geplant: Für die Dresdner Herkuleskeule schreibe ich zusammen mit Michael Frowin ein neues Stück: „HÜTTENKÄSE“, welches nächstes Jahr im Juni Premiere haben wird. Und im April geht für mich ein Wunsch in Erfüllung: Ich gehe erstmals mit Gisela Oechelhaeuser gemeinsam auf die Bühne, Premiere wird in der Leipziger Funzel sein: „DER KLÜGERE GIBT AUF“.

Und noch eine schöne Nachricht: Ab 2019 spiele ich mein Soloprogramm regelmäßig in der Dresdner Herkuleskeule, unter einem anderen Titel: MANCHMAL IST KOMISCH. Ich bin froh, mein Programm nun nach längerer Pause wieder in meiner Heimatstadt aufführen zu können. Ein Jahr durfte ich damit bereits im Kabarett Breschke&Schuch gastieren, wofür ich mich herzlich bei Thomas Schuch und Manfred Breschke bedanken möchte!

 

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