Philipp Schaller

… ist politischer Kabarettist und Autor. Die Presse streitet noch, ob seine Satire „intelligent, betörend“, „brillant“ oder „an der Grenze zur Geschmacklosigkeit“ ist. Die Zuschauer streiten sich, ob „man darüber lachen darf“ und warum sie trotzdem alle so gelacht haben. Manche ärgern sich auch, dass sie gelacht haben. Wenigstens streiten und ärgern sie sich. Solange sie hinterher lachen, ist Schallers Ziel erreicht: Die Störung der Totenruhe.

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Neuigkeiten

Gastauftritt Fasnacht in Basel

„Komme gerade zurück aus Basel. Ich war Gastkünstler bei der „Gugge 46“, einer ziemlich aussergewöhnlichen Fasnacht-Veranstaltung in der offenbar sowieso schon aussergewöhnlichen Fasnachtkultur in Basel. Ich, als Karneval-Fasching-Hasser, war vollkommen überwältigt von dem, was ich in Basel erlebt habe. Zunächst die Veranstaltung, die mit dem saublöden Alaaf-Hellau-Geblöke überhaupt nichts zu tun hat, sondern auf künstlerisch höchst anspruchsvolle Weise das politische Geschehen kommentiert hat, die Kunstform der „Schnitzelbängge“ war mir neu: Derb, aber nie unter der Gürtellinie, wurde gespottet und verlacht. Die Schnizelbänggler, es gibt wohl um die 100, tragen dabei Masken und bleiben anonym, keiner weiss, wer sie sind. Danach Enrico Lenzin, ein Loop-Künstler mit Alphorn, Schlagzeug und Gummischwein (sensationell!), jetzt wieder Schnitzelbangg, danach stehen alle Zuschauer auf, drehen sich zur 

Empore und eine russische Sängerin singt die Königin der Nacht (zur Orgel!), dann singen alle gemeinsam, zwischendurch wird nachgeschenkt. Und das Alles in einer Kirche (Elisabethen), die für alle Konfessionen offen ist, auch für das Segnen von Hunden und Katzen. Im Anschluss an die Veranstaltung bin ich mit meiner Gastgeberin Anne in die Basler Altstadt. So etwas Wunderbares hab ich noch nicht erlebt und es fällt mir auch heute noch schwer, das angemessen zu beschreiben. Von überall kamen Musikgruppen mit Piccolo-Flöten und Trommeln, ich hatte das Gefühl, die gesamte Stadt musiziert, Kinder und Alte. Und auch das wieder mit einer ungezwungenen Ausgelassenheit, die nie unangenehm war, Fressbuden hab ich nicht gesehen, natürlich wurde getrunken, aber nie soviel, dass nicht noch anderthalb Kinder auf den Schultern getragen werden konnten. Naja, ein wenig romantisiert ist mein Blick, das kann schon sein. Aber ich stand in diesem Treiben und dachte, es könnte doch alles so schön sein.“

 

Feine, kleine Rezension auf „WortReich“

Darüber freut man sich doch!

Während ich sonst Zuschauer-Emails bekomme, in denen ich darauf hingewiesen werde, dass ich nicht links oder rechts genug sei, hab ich nun eine persönliche Rezension von Solvig Frey bekommen. Hier geht es zu ihrem Blog WortReich und ihrer Beschreibung des Abends.

 

Ich treibe es auf die Spitze

Interview mit Biber für die Magdeburger Zwickmühle

Die „Magdeburger Zwickmühle“ holt erstmalig den Dresdner Kabarettisten Philipp Schaller auf ihre
Bühne. Er ist mit seinem Solo-Programm „Mit vollen Hosen sitzt man weicher“ zu erleben.

Biber: Denkt man das Bild
Ihres Programmtitels weiter,
ergibt sich vielleicht noch diese
Frage: Warum steht der, der die
Hosen so voll hat, denn nicht
mal auf?
Philipp Schaller: Ich habe
neulich gelesen: Ein Fernseher
darf nicht gepfändet werden.
Also ist Nicht-aufstehen ein
Menschenrecht! Auf das berufe
ich mich! MEHR…


 

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