Philipp Schaller

… ist politischer Kabarettist und Autor. Die Presse streitet noch, ob seine Satire „intelligent, betörend“, „brillant“ oder „an der Grenze zur Geschmacklosigkeit“ ist. Die Zuschauer streiten sich, ob „man darüber lachen darf“ und warum sie trotzdem alle so gelacht haben. Manche ärgern sich auch, dass sie gelacht haben. Wenigstens streiten und ärgern sie sich. Solange sie hinterher lachen, ist Schallers Ziel erreicht: Die Störung der Totenruhe.

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Neuigkeiten

Herbst und Aussicht

Viele Auftritte diesen Herbst: u.a. in Berlin, Leipzig, Prenzlau, Dresden, Gera und im Altenburger Land. Ich war Gast bei der Lachmesse in Leipzig – volle Hütte, wunderbar! Ausserdem habe ich mein Soloprogramm beim Festival der Bundesvereinigung Kabarett gezeigt, was für mich ein besonderer Termin war, verbinden mich mit der Bundesvereinigung doch viele schöne und kollegiale Begegnungen in den letzten Jahren, vor allem bei meinen jährlichen Werkstätten. Beim Festival habe ich zum ersten Mal Hans Well und seine Kinder (Die Wellbappn) erlebt. Was für ein Witz und eine Musikalität! Und auch mit meinem Kollegen Erik Lehmann habe ich wieder gespielt, in Stockach und in Freital. Man kommt eben rum in der Welt!

Anfang November war ich Gast bei einem Kultur-Flüchtlings-Projekt „Flüchtlingsreport“ in Gera, welches die Autorin Jana Huster organisiert hat: Geraer Flüchtlinge zeigen Geraer Ureinwohnern ihre Orte der Stadt. Zusammen mit Olaf Kirmes, welcher ein Buch über seine Erfahrungen mit einer syrischen Familie und dem Behörden-Wahnsinn geschrieben hat, las ich bei der Abschlussveranstaltung aus meinen Texten.

VORSCHAU 2019

Neue Arbeiten sind geplant: Für die Dresdner Herkuleskeule schreibe ich zusammen mit Michael Frowin ein neues Stück: „HÜTTENKÄSE“, welches nächstes Jahr im Juni Premiere haben wird. Und im April geht für mich ein Wunsch in Erfüllung: Ich gehe erstmals mit Gisela Oechelhaeuser gemeinsam auf die Bühne, Premiere wird in der Leipziger Funzel sein: „DER KLÜGERE GIBT AUF“.

Und noch eine schöne Nachricht: Ab 2019 spiele ich mein Soloprogramm regelmäßig in der Dresdner Herkuleskeule, unter einem anderen Titel: MANCHMAL IST KOMISCH. Ich bin froh, mein Programm nun nach längerer Pause wieder in meiner Heimatstadt aufführen zu können. Ein Jahr durfte ich damit bereits im Kabarett Breschke&Schuch gastieren, wofür ich mich herzlich bei Thomas Schuch und Manfred Breschke bedanken möchte!

 

Gastauftritt Fasnacht in Basel

„Komme gerade zurück aus Basel. Ich war Gastkünstler bei der „Gugge 46“, einer ziemlich aussergewöhnlichen Fasnacht-Veranstaltung in der offenbar sowieso schon aussergewöhnlichen Fasnachtkultur in Basel. Ich, als Karneval-Fasching-Hasser, war vollkommen überwältigt von dem, was ich in Basel erlebt habe. Zunächst die Veranstaltung, die mit dem saublöden Alaaf-Hellau-Geblöke überhaupt nichts zu tun hat, sondern auf künstlerisch höchst anspruchsvolle Weise das politische Geschehen kommentiert hat, die Kunstform der „Schnitzelbängge“ war mir neu: Derb, aber nie unter der Gürtellinie, wurde gespottet und verlacht. Die Schnizelbänggler, es gibt wohl um die 100, tragen dabei Masken und bleiben anonym, keiner weiss, wer sie sind. Danach Enrico Lenzin, ein Loop-Künstler mit Alphorn, Schlagzeug und Gummischwein (sensationell!), jetzt wieder Schnitzelbangg, danach stehen alle Zuschauer auf, drehen sich zur 

Empore und eine russische Sängerin singt die Königin der Nacht (zur Orgel!), dann singen alle gemeinsam, zwischendurch wird nachgeschenkt. Und das Alles in einer Kirche (Elisabethen), die für alle Konfessionen offen ist, auch für das Segnen von Hunden und Katzen. Im Anschluss an die Veranstaltung bin ich mit meiner Gastgeberin Anne in die Basler Altstadt. So etwas Wunderbares hab ich noch nicht erlebt und es fällt mir auch heute noch schwer, das angemessen zu beschreiben. Von überall kamen Musikgruppen mit Piccolo-Flöten und Trommeln, ich hatte das Gefühl, die gesamte Stadt musiziert, Kinder und Alte. Und auch das wieder mit einer ungezwungenen Ausgelassenheit, die nie unangenehm war, Fressbuden hab ich nicht gesehen, natürlich wurde getrunken, aber nie soviel, dass nicht noch anderthalb Kinder auf den Schultern getragen werden konnten. Naja, ein wenig romantisiert ist mein Blick, das kann schon sein. Aber ich stand in diesem Treiben und dachte, es könnte doch alles so schön sein.“

 

Feine, kleine Rezension auf „WortReich“

Darüber freut man sich doch!

Während ich sonst Zuschauer-Emails bekomme, in denen ich darauf hingewiesen werde, dass ich nicht links oder rechts genug sei, hab ich nun eine persönliche Rezension von Solvig Frey bekommen. Hier geht es zu ihrem Blog WortReich und ihrer Beschreibung des Abends.

 

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